Amtssprache

Chinesisch / Mandarin

Hauptstadt

Beijing (Peking)

Staatsform

Volksrepublik

Einwohneranzahl

1.373.541.278

Fläche

9.571.302 km²

Währung

Renminbi (CNY)

Gründung

1. Oktober 1949

Zeitzone

UTC+8

Telefonvorwahl

+86

China ist ein beliebtes Zielland deutscher Studierender in Asien.
Die Gründe sind vielschichtig: China ist Bayerns zweitwichtigster Wirtschaftspartner und die bayerisch-chinesischen Beziehungen sind bereits heute sehr intensiv. Darüber hinaus zieht es auch viele Studierende wegen der faszinierenden Kultur, der interessanten Menschen und der vielfältigen kulinarischen Genüsse nach China.
Bestimmt hast du schon einiges von Bekannten oder Freunden über China gehört, vielleicht hast du sogar schon eigene Erfahrungen mit China oder chinesischer Kultur gemacht. China, das Land und die Kultur sind so vielfältig, dass selbst ein Chinese nicht behaupten kann, er kenne „ganz China“.
China ist mit 9,5 Millionen Quadratkilometern in etwa so groß wie die Vereinigten Staaten oder ganz Europa bis zum Ural. Das Klima ist mit 18 verschiedenen Klimazonen so vielfältig wie die Geographie. Über 90% der Bevölkerung Chinas sind Han-Chinesen, darüber hinaus gibt es noch 55 Minderheiten.
Detaillierte Informationen zu China findet Ihr auch auf folgenden Websiten:

Und in diesem Buch:
Fit für Studium und Praktikum in China: Ein interkulturelles Trainingsprogramm (Kultur und soziale Praxis) Taschenbuch, Auflage: 1 (1. August 2010), ISBN-10: 3837614654

Da Du für Deinen Antrag für ein Visum einen Arbeitgeber (dazu unten mehr Informationen!) benötigst, solltest Du genügend Zeit für die Bewerbung und Visumsbearbeitung einplanen – in der Regel sechs bis zwölf Monate vor dem geplanten Beginn des Praktikums.

Neben Englisch ist Deutsch eine sehr beliebte Sprache in China. Immer mehr Schulen bieten Deutsch als zweite Fremdsprache im regulären Unterricht an. Wenn Du Dich in China freiwillig engagieren oder als Sprachassistent arbeiten willst, findest Du Informationen auf folgenden Webseiten:

Das Stipendium von BayCHINA steht bayerischen Studierenden aller Fachrichtungen und angestrebten Abschlüsse offen. Einzige Voraussetzung ist, dass Du an einer Hochschule in Bayern immatrikuliert bist.

Weitere Fördermöglichkeiten findest Du auch auf folgenden Webseiten:

Bitte informiere Dich auch beim International Office Deiner Hochschule nach weiteren Optionen.

In China spricht man Mandarin und verschiedene lokale Dialekte. Englisch wird gesprochen, allerdings meist nur in den großen Städten und den internationalen Unternehmen. Zur Bewältigung der kleinen Probleme und Besorgungen des Alltags und zum Eintauchen in die Kultur solltest du am besten vor der Reise ein paar grundlegende Chinesischkenntnisse erwerben. Auf dem Festland benutzt man die modernen, oft vereinfachten Schriftzeichen, das sogenannte Jiantizi, in Hongkong, Macau und Taiwan werden fast ausschließlich noch die traditionellen Zeichen – das Fantizi – benutzt.
Neben dem Kursangebot für Chinesisch an den Hochschulen gibt es auch viele Organisationen, die ebenfalls Chinesischkurse anbieten. Außerdem empfiehlt sich der Besuch eines Chinesischkurses an einer Sprachschule in China.

Die Bewerbung bei einer chinesischen Firma oder Organisation sollte vorzugsweise auf Chinesisch erfolgen. Die Bewerbungsunterlagen für deutsche Unternehmen kannst Du in der Regel auch auf Deutsch einreichen, sowie bei internationalen Unternehmen auf Englisch. Die anschließenden Nachfragen und Interviews werden in der Regel über Telefon oder Skype geführt.

Seit April 2015 werden für China keine Praktikantenvisa mehr vergeben.
Die Regelungen bezüglich der Visakategorien beinhalten das Wort „Praktikum“ nicht mehr, so dass keine Klarheit darüber herrscht, welches Visum für einen Praktikumsaufenthalt benötigt wird, oder ob es überhaupt noch ein Visum gibt, das ein Praktikum zulässt. Während das M-Visum (für Gewerbe und Handel) und auch das Z-Visum (für Arbeitsaufnahme oder kommerzielle Aufführungen) als möglich erscheinen, gelten spezielle Bestimmungen für diese
Kategorien, die häufig im Kontext eines Praktikums schwerlich einzuhalten sind. Um etwa für ein Z-Visum qualifiziert zu sein, muss man bereits einen Hochschulabschluss erworben haben sowie zwei Jahre Berufserfahrung nachweisen können.
Studierenden, die mit einem X1-Visum in China sind und an einer chinesischen Universität immatrikuliert sind, ist es gestattet, mit Erlaubnis der Universität und Registrierung bei den Behörden einen Nebenjob oder ein Praktikum außerhalb des Campus auszuüben. Für Studierende mit einer kurzen Aufenthaltsdauer und dem entsprechenden X2-Visum ist dies dagegen anscheinend nicht möglich. Es gibt allerdings vereinzelte Sonderregelungen, bspw. für den Zhongguancun Science Park in Peking, die ausländischen Studierenden ein Praktikum ausdrücklich gestatten.
Achtung: Bestimmungen bezüglich der Aufenthaltserlaubnis variieren von Region zu Region. Stuft die örtliche Behörde ein Praktikum als unautorisierte/illegale Arbeit ein, sind sowohl Geldstrafen und Ablehnungen bei künftigen Visa-Anträgen, als auch Festnahmen und Abschiebungen möglich.
Die neuen Regelungen haben zu einem Rückgang der Praktikumsmöglichkeiten für internationale Studierende geführt. Es sind jedoch weiterhin zahlreiche Angebote zu finden. Einige Stellenausschreibungen beinhalten explizit die Anmerkung, dass man über den gesamten Zeitraum an einer chinesischen Universität eingeschrieben sein muss, andere bieten Hilfe bei Visumsangelegenheiten an. Du solltest in jedem Fall frühzeitig mit Deinem potenziellen Arbeitgeber abklären, wie das Visums-Problem gemeinsam gelöst werden kann.
Bitte prüfe, ob für Dich ggf. auch die Beantragung eines Besuchervisums (S2 / Q2) in Frage kommt. Damit kann man für bis zu 90 Tage nach China reisen.
Für den Antrag auf Erteilung eines China-Arbeitsvisums (Z-Visum) benötigest Du neben dem Antragsformular (V.2013):
1. Original Reisepass (mind. noch 6 Monate gültig und zwei leere Seiten).
2. Ein aktuelles Passbild, Hintergrund weiß, Frontalansicht des Kopfes, biometrisch.
3. Arbeitserlaubnis vom Ministerium für Arbeit aus China oder Expertenausweis vom Amt für Angelegenheiten der ausländischen Experten, im Original.
4. Offizielle Einladung vom Amt für Ausländerangelegenheiten („Invitation Letter of Duly Authorized Unit“), im Original.

Bitte beachte:
– Gesundheitscheck/HIV-Test ist ab sofort nicht mehr nötig!
– Antragsteller ohne deutsche Staatsangehörigkeit benötigen eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis oder Meldebescheinigung in Deutschland, Ticket- und Hotelbuchung.
– Innerhalb von 30 Tagen nach der Einreise muss der Antragsteller vor Ort bei der zuständigen Ausländerbehörde das Z-Visum/S1-Visum in eine gültige Aufenthaltserlaubnis (1 Jahr) mit uneingeschränkter Einreise umwandeln lassen.

Über die Reise- und Sicherheitshinweise kannst Du Dich hier informieren.

Die Mietwohnungssituation in China ist örtlich sehr unterschiedlich. In Städten wie Peking oder Shanghai ist die Miete um einiges teurer. Beachten solltest Du die folgenden Punkte:

– Die Miete muss oft für 3-6 Monate im Voraus gezahlt werden. Du solltest aber immer erst im Land zahlen, wenn Du die Wohnung besichtigt hast. Überweise kein Geld aus dem Ausland, wenn Du den Empfänger nicht kennst.
– Die Kaution beträgt ca. 1-2 Monatsmieten. Gib Dich beim Auszug auf keinen Fall zu leicht geschlagen, wenn der Vermieter aus irgendwelchen Gründen die Kaution ganz oder teilweise einbehalten will.
– Wer eine Wohnung mietet, sollte darauf achten, dass er/sie legal wohnt. Normalerweise gehst Du dazu mit dem Vermieter zur Polizei und meldest Dich an.

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