Amtssprache

Estnisch

Hauptstadt

Tallinn

Staatsform

Parlamentarische Republik

Einwohnerzahl

1,3 Mio

Fläche

45.227 km2

Währung

Euro

Gründung

Unabhängigkeitserklärung 24.02.1918, nach sowjetischer Okkupation Erklärung zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit am 20.08.1991

Zeitzone

UTC+2 OEZ, UTC+3 OESZ (März bis Oktober)

Telefonvorwahl

+372

Die Republik Estland erklärte nach vielen Jahren der Fremdherrschaft am 20.08.1991 die Wiederherstellung ihrer Unabhängigkeit aus dem Jahre 1918. Die nördlichste der drei baltischen Republiken ist mit einer Fläche von 45.227km2 auch das flächenmäßig kleinste Land des Baltikums. Bekannt ist es vor allem für seine Natur – fast die Hälfte des Landes ist mit Wald bedeckt und Estland verfügt über mehr als 2000 Inseln – aber ebenso für seine weltweite Vorreiterrolle im Bereich der Digitalisierung. Seit 2004 ist Estland Mitglied der Europäischen Union und der NATO sowie seit 2011 Mitglied in der Eurozone.

Beliebt für Aufenthalte in Estland sind vor allem die Hauptstadt Tallinn und die nächstgrößere Stadt Tartu, die als das geistige Zentrum Estlands gilt. Praktika werden häufig in den Bereichen IT, Wirtschaft sowie in der Stiftungsarbeit absolviert. Dafür bieten sich vor allem die Deutsch-Baltische Handelskammer, die zahlreichen IT-Unternehmen und Start-Ups im Land sowie Stiftungen und Institute wie die Friedrich-Ebert- und die Konrad-Adenauer-Stiftung sowie das Goethe-Institut an.

Das Leben in Estland kann je nach Aufenthaltsort sehr stark variieren. In den Großstädten Tallinn und Tartu, in denen sich die meisten Praktikumsmöglichkeiten insbesondere für Ausländer bieten, sind die Lebenshaltungskosten mit denen in Deutschland zu vergleichen. Die Suche nach kostengünstigen Unterkünften kann sich aus der Ferne jedoch häufig schwierig gestalten. Viele Unterkünfte in den großen Städten sind primär für Touristen ausgelegt und somit ist die Miete relativ hoch. Bei längeren Aufenthalten kann man aber manchmal in Absprache mit den Eigentümern/Vermietern günstigere Angebote aushandeln. Die überschaubare Größe Estlands lädt auch bei kürzeren Praktikumsaufenthalten zu Wochenendausflügen in andere Städte und die estnische Natur ein.
Weitere Informationen zu Arbeit und Leben in Estland findet man auch auf den folgenden Seiten:

DAAD Länderinformationen

Länderinformationen des Auswärtigen Amtes

Tudengiveeb – Estonian student and employer information portal

 

Neben der BAYHOST Praktikumsbörse, auf der neben aktuellen Ausschreibungen auch Tipps zur Bewerbung und Erfahrungsberichte aus Estland erhältlich sind, gibt es mit der Perspektive Osteuropa Bewerberdatenbank eine Bewerberdatenbank, die für Unternehmen und Non-Profit-Organisationen mit intensiven Kontakten nach Mittel-, Ost- und Südosteuropa gedacht ist, um geeignete Kandidaten für Praktika und einen Berufseinstieg nach dem Studium zu finden. Studierende bayerischer Hochschulen mit besonderem Interesse bzw. besonderen Kenntnissen zum östlichen Europa können in der Datenbank ihr eigenes Qualifikationsprofil erstellen

Insbesondere da Praktika oft nicht vergütet sind, sind Stipendienprogramme für Praktikumsaufenthalte für Studierende sehr interessant. Bewerben kannst Du dich beispielweise hier:

BAYHOST-Mobilitätsbeihilfen

DAAD-Stipendien

Auch ERASMUS+ fördert Auslandspraktika in Estland zu bestimmten Konditionen. Für nähere Informationen wende Dich an das International Office Deiner Hochschule.

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du auch während eines Praktikums außerhalb Deutschlands Auslands-BAFöG beantragen. In jedem Fall solltest Du Dich, bevor Du ins Ausland gehst, bei Deinem örtlichen Auslandsamt / International Office und dem Career Service informieren.

Das Beherrschen der estnischen Sprache ist für Praktika in den Großstädten Estlands keine Voraussetzung. In den allermeisten Fällen, d.h. im Grunde bei allen Praktikumsstellen mit internationaler Ausrichtung, reichen sehr gute Englischkenntnisse. In manchen Fällen kann Russisch hilfreich sein, allerdings sei hier vor kulturellen Fettnäpfchen gewarnt. Die Esten schauen zurück auf eine lange Zeit sowjetischer Fremdbeherrschung ihres Landes, die auch mit Blick auf die aktuell politisch angespannte Situation oft sehr negativ wahrgenommen wird. Für die alltägliche Kommunikation sollte daher besser auf Englisch zurückgegriffen werden, zumal der Großteil der jüngeren Bevölkerung auch kein Russisch mehr gelernt hat. Auch wenn die estnische Sprache allgemein als schwierig gilt, lohnt es sich sicherlich, zumindest allgemeine Umgangsformen wie „Tere“ (Hallo), „Aitäh“ (Danke) und „Vabandust“ (Entschuldigung) zu lernen. Die Esten werden sich darüber in jedem Falle sehr freuen!

  • Ggf. solltest Du eine Auslandskrankenversicherung sowie eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung abschließen (wird von einigen Praktikumsstellen ohnehin vorausgesetzt).
  • Besorge Dir ein Online-Bankkonto mit Kreditkarte, die kostenlose Abhebungen im Ausland ermöglicht. Eine Übersicht anbietender Geldhäuser findest Du hier.

Vor der Anfertigung einer Initiativbewerbung solltest Du Kontakt zur entsprechenden Einrichtung aufnehmen und Dich nach den Bewerbungsmodalitäten erkundigen. Sollte eine Praktikumsstelle bereits ausgeschrieben sein, finden sich dort die Modalitäten. Die Bewerbung sollte in der Sprache der Ausschreibung verfasst werden. Hinweise und Tipps zur Bewerbung sowie aktuelle Erfahrungsberichte über Praktika in Estland erhältst Du auch auf der Website der BAYHOST-Praktikumsbörse.

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