Amtssprache

Russisch

Hauptstadt

Moskau

Staatsform

Föderale Republik

Einwohnerzahl

143.600.000

Fläche

17.075.400 km²

Währung

Rubel (RUB)

Gründung

1990 Russische Föderation

Zeitzone

UTC+2 bis UTC+12

Telefonvorwahl

+7

Russland oder auch die Russländische Föderation, wie das größte Land der Welt offiziell heißt, ist bei Bayerns Studierenden eines der beliebtesten Zielländer im östlichen Europa. Mit über 17 Mio km² Fläche bedeckt Russland gut 11% des weltweiten Festlandes, grenzt an 18 Länder und gliedert sich in elf Zeitzonen. In Russland leben 143 Mio. Menschen, von denen 85% im europäischen Teil wohnen. Für ein Auslandspraktikum oder eine Forschungsarbeit in verschiedensten Fachbereichen bieten sowohl die Metropolen Moskau und Sankt Petersburg im europäischen Teil des Landes als auch die weniger bekannten Millionenstädte in den russischen Regionen, z.B. in Sibirien, viele interessante Möglichkeiten. Wirtschaftlich, im Wissenschaftsbereich und kulturell besteht ein großes gegenseitiges Interesse an Kooperation und Austausch zwischen Deutschland und Russland. Eine Vielzahl an studentischen Programmen und Fördermöglichkeiten unterstützen junge Menschen, die in Russland studieren, arbeiten und Erfahrungen sammeln möchten.

Auch die Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen zwischen EU-Europa und Russland sowie die anhaltende Wirtschaftskrise konnten dem Reiz, den Russland als Zielland für Studierende und Forschende ausmacht, wenig anhaben. Ein reger Austausch auf Hochschulebene, der in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird, besitzt sowohl für die bayerische als auch die russische Regierung hohe Priorität. So bestehen bereits jetzt Partnerschaften russischer Hochschulen mit 24 bayerischen Hochschulen. Eine ausführliche Übersicht der Hochschullandschaft in Russland bietet der BAYHOST-Kompetenzatlas. Er ermöglicht Dir, Dich schnell und umfassend über Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen in Russland zu informieren. Du kannst Dich an den Universitäten und in Forschungsinstituten auch als Praktikant bewerben.

Vor allem die deutsche Industrie und mittelständische Unternehmen aus Bayern setzen weiterhin auf den russischen Markt. Zwar gingen die Exporte nach Russland in den letzten Jahren durch die Wirtschaftskrise in Russland stark zurück, durch Anpassung an neue gesetzliche Vorgaben zur Importsubstitution und vermehrter Produktion vor Ort, versuchen viele Unternehmer jedoch ihre guten Geschäftsbeziehungen zu erhalten, einige investieren sogar in neue Werke. Für sie bleibt Russland ein Markt mit großem Potenzial. Bayerische Unternehmen mit Produktionsstätten in Russland sind unter anderem Knorr-Bremse, Leoni, Siemens, Knauf und Ehrmann. Um den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen, wurde Ende 2015 eine deutsch-russische Unternehmerplattform gegründet

In Russland zu leben und erfolgreich zu arbeiten, erfordert die Bereitschaft, sich auch mit der russischen Kultur und Lebensweise auseinanderzusetzen. Es gibt einige signifikante Unterschiede im Vergleich zu Deutschland, die Dir schnell ins Auge fallen werden. Arbeit und Privates werden nicht so streng wie in Deutschland voneinander getrennt. Berufliche Fragen werden gelegentlich auch abends oder am Wochenende besprochen. Für den Arbeitsalltag gilt: Lerne zu improvisieren und Dich von zu starren Plänen zu lösen. Gerade zu Beginn einer Bekanntschaft mit neuen Arbeitskollegen wird man Dich vielleicht auch nach Feierabend kennenlernen wollen und zu gemeinsamen Aktivitäten einladen. Die Menschen in Russland sind neugierig und ausgesprochen gastfreundlich. Sie zeigen ausländischen Gästen gerne, worauf sie stolz sind, erwarten aber auch zu Recht ein gewisses Interesse an ihrem Land und den Sehenswürdigkeiten. Russlands Reichtum an Kulturen und Völkern spiegelt sich auch im Alltag wider. Je nach dem, in welchem Landesteil Du Dich gerade befindest.

Wissenswertes zu Arbeit und Leben in Russland bieten auch die folgenden Seiten:

Der Blog zum Leben und Arbeiten in Russland

Analysen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

DAAD Länderinformationen

Länderinformationen des Auswärtigen Amtes

 

Neben der BAYHOST Praktikumsbörse auf der neben aktuellen Ausschreibungen auch Tipps zur Bewerbung und Erfahrungsberichte aus Russland erhältlich sind, gibt es mit der Perspektive Osteuropa Bewerberdatenbank eine Bewerberdatenbank, die für Unternehmen und Non-Profit-Organisationen mit intensiven Kontakten nach Mittel-, Ost- und Südosteuropa gedacht ist, um geeignete Kandidaten für Praktika und einen Berufseinstieg nach dem Studium zu finden. Studierende bayerischer Hochschulen mit besonderem Interesse bzw. besonderen Kenntnissen zum östlichen Europa können in der Datenbank ihr eigenes Qualifikationsprofil erstellen. Die Seite Junge Osteuropa Experten informiert per Newsletter regelmäßig über Praktikumsangebote im östlichen Europa. Sowohl der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft als auch die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer repräsentieren deutsche Unternehmen in Russland und geben Impulse zum Erhalt und Ausbau der bisher guten bilateralen Beziehungen. Sie geben auch Auskunft über Unternehmen, die in Russland tätig sind und bieten selbst regelmäßig Praktika in Deutschland und Russland an.

Es gibt etliche Stipendienprogramme, bei denen Du Dich um eine finanzielle Förderung Deines Auslandspraktikums bewerben kannst:

BAYHOST Mobilitätsbeihilfen
Erasmus +
DAAD-Stipendien

Einige schließen die Vermittlung einer konkreten Praktikumsstelle mit ein:

Russland in der Praxis
Alfa Fellowship Program

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du auch während eines Praktikums außerhalb Deutschlands Auslands-BAFöG beantragen. In jedem Fall solltest Du Dich, bevor Du ins Ausland gehst, bei Deinem örtliche Auslandsamt / International Office und dem Career Service informieren.

 

Russland hat eine multiethnische Bevölkerung und in einigen Teilrepubliken mehrere Amtssprachen. Die Lingua franca für alle Bürger Russlands sowie im postsowjetischen Raum ist aber nach wie vor Russisch. Englischkenntnisse sind hingegen auch für die Bewohner größerer Städte noch immer keine Selbstverständlichkeit. Daher ist ein Aufenthalt gänzlich ohne Grundkenntnisse des Russischen nicht zu empfehlen. Um sich in Russland zurechtzufinden, sollten wenigstens die kyrillischen Schriftzeichen gelesen werden können, um Straßennamen und Beschriftungen an Geschäften zu verstehen. In den Zentren von Moskau und Sankt Petersburg kann es für Kurzaufenthalte genügen, sich mit zweisprachigen Stadtplänen, in Lautschrift notierten Schlagwörtern und Kleingeld für die Metro einzudecken. Passanten sind oft hilfsbereit und bemüht, wenn Du sie auf Russisch nach dem Weg fragst und erklärst, dass Du Ausländer bist. Höfliche Umgangsformen wie „Guten Tag“ – «Добрый день» [Dobryy denʹ] – „Bitte“  – «Пожалуйста» [Pozhaluysta] – und „Danke“ – «Спасибо» [Spasibo] – solltest Du gelernt haben. Es gibt neben den Sprachkursen an Deiner Hochschule viele Onlineangebote, um sich mit dem kyrillischen Alphabet und der Aussprache vertraut zu machen und erste Sprachkenntnisse zu erwerben. Eines davon ist das Russland Journal. Zudem bietet der DAAD jedes Jahr im Rahmen des Go-East Programms Sommerschulen in Russland an, die einem Semester oder Praktikum vorgeschaltet werden können, um bis zum Praktikumsbeginn die nötigen Kenntnisse zu erlangen.

Offizielle Dokumente und Genehmigungen wie Visa und falls nötig Arbeitserlaubnis sind stets vor Einreise und Antritt eines Praktikums / einer beruflichen Tätigkeit einzuholen. Die Missachtung von gesetzlichen Bestimmungen kann mit empfindlichen Geldbußen bis hin zur Ausweisung geahndet werden. Wer sich längere Zeit in Russland aufhält, muss sich bei den örtlichen Behörden registrieren. Hier können Vorgesetzte oder ein Reiseunternehmen behilflich sein. Hebe unbedingt alle bei der Einreise und Registrierung erhaltenen Dokumente bis zur Ausreise auf und trage sie stets mit einer Kopie des Reisepasses bei Dir. In jedem Fall ist es ratsam, sich frühzeitig um alle erforderlichen Dokumente zu kümmern. Der Reisepass muss mindestens noch sechs Monate über das Reisedatum hinaus gültig sein. Weitere Informationen erteilt die Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland.

  • Lass Dich von Deinem Hausarzt über Hepatitis aufklären und rechtzeitig impfen
  • Besorge Dir ein Online Bankkonto mit Kreditkarte, die kostenlose Abhebungen im Ausland ermöglicht. Eine Übersicht anbietender Geldhäuser findest Du hier
  • Private Krankenversicherung abschließen (wird ohnehin für das Visum benötigt)

Beachte bitte zur Vorbereitung Deiner Reise stets die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Vor der Anfertigung einer Initiativbewerbung solltest Du Kontakt zur entsprechenden Einrichtung aufnehmen und Dich nach den Bewerbungsmodalitäten erkundigen. Innerhalb Russlands bewirbt man sich häufig über die kommentarlose Einreichung eines Lebenslaufs. Dennoch ist für eine Bewerbung aus dem Ausland ein kurzes Anschreiben zu empfehlen. Die Bewerbung sollte zudem in der Sprache der Ausschreibung verfasst werden. Bei Stellen, die ein gewisses Niveau an Russischkenntnissen erfordern, wird dies in der Ausschreibung angegeben. Im Lebenslauf steht neben den üblichen Angaben auch Dein berufliches Ziel. Hinweise und Tipps zur Bewerbung sowie aktuelle Erfahrungsberichte über Praktika in Russland erhältst Du auch auf der Website der BAYHOST-Praktikumsbörse.

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