Amtssprache

Englisch

Hauptstadt

Washington D.C.

Staatsform

Föderale Republik

Einwohnerzahl

322.262.226

Fläche

9.826.675 km²

Währung

US-Dollar (USD)

Gründung

1787/89 (Verfassung)

Zeitzone

UTC−5 bis UTC−10
(50 Bundesstaaten und D.C.)

Telefonvorwahl

+1

Die USA sind eines der beliebtesten Zielländer deutscher Studierender. Die bayerische Wirtschaft ist eng mit der US-amerikanischen Industrie vernetzt und die amerikanischen Investitionen in Bayern übersteigen diejenigen der deutschen Nachbarn Österreich und Frankreich zusammen. Zum Beispiel haben Google, General Electric, AGCO, MSD Sharpe & Dohme, Microsoft und Amazon Niederlassungen in Bayern, umgekehrt sind Siemens, Allianz, Adidas, BMW und Linde in den USA vertreten. Auch in der Forschung und auf kultureller Ebene besteht ein reger Austausch. Ein Praktikum in den USA bietet Dir daher ein Sprungbrett in eine spätere internationale Berufskarriere, bei der Du gleichzeitig in Bayern verwurzelt bleiben kannst. Bei der Praktikumssuche solltest Du auch die in den USA ansässige Zuliefererindustrie des bayerischen Mittelstandes beachten, da sie ein großes Potential für interessante Stellen hat.

Als Weltwirtschaftsmacht mit in den letzten Jahren steigendem BIP bieten die USA viele Möglichkeiten. Die Hauptexportgüter sind u.a. Fahrzeuge und Kfz-Teile, Computer- und Elektronikprodukte, Elektrotechnik, Maschinen, chemische Erzeugnisse und medizinische Geräte. Insbesondere auf dem IT-Sektor suchen auch kleine und mittlere Unternehmen Nachwuchs. Die Medienbranche mit ihrer Film- und Musikindustrie ist weltweit berühmt und der Dienstleistungssektor von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Da sich jedes Unternehmen auch um Aufgaben wie z.B. Marketing und Personal kümmern muss, bieten sich hier für Studierende aller Fachrichtungen Optionen. Du musst Dir nur klar darüber werden, welcher Bereich Dich interessiert, und wo Du eventuell bereits Kenntnisse oder Vorerfahrung bieten kannst, die Deine Chancen bei einer Bewerbung steigen lassen.

Kulturell und auch aus finanzieller Sicht solltest Du Dir gut überlegen, welche Region der USA Dich am meisten anzieht. Das Leben in New York ist nicht zu vergleichen mit dem in einer Kleinstadt der Südstaaten. Dies gilt in vielerlei Beziehung und nicht zuletzt auch für die Lebenshaltungskosten, die in den berühmten Ballungszentren bedeutend höher ausfallen. Was zieht Dich neben Deinem Wunsch nach Praxiserfahrung besonders an – die Natur, die Kultur, der Sport oder der interkulturelle Mix? Jede Region bietet hier etwas Anderes. Was die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und den Vereinigten Staaten betrifft, finden sich viele bayerische Niederlassungen in den Südstaaten (z.B. BMW in Spartanburg South Carolina inkl. der Zuliefererindustrie). Auch das Research Triangle in North Carolina verfügt über eine breite Auswahl an Unternehmen, die auch Praktikanten und Praktikantinnen aus Deutschland nehmen (z.B. Freudenberg IT).

Weiterführende Fakten zu den USA:

http://www.bavariaworldwide.de/sanfrancisco/ueber-die-usa/

http://www.gtai.de

https://www.daad.de/laenderinformationen/usa/de/

https://www.justlanded.com/english/United-States/USA-Guide

 

Da Du für jede Form von Arbeit (auch unbezahlte) ein Visum benötigst, solltest Du unbedingt mit langem zeitlichen Vorlauf planen – mindestens sechs bis acht Monate vor dem geplanten Beginn des Praktikums. Zeitgleich mit den Bewerbungen musst Du Dich auch über die Visumsformalitäten informieren, die je nach Art des Praktikums unterschiedlich sein können (siehe unten zu Visum und Einreisebedingungen), wobei Du das in der Regel erforderliche DS-2019 Formular erst ausfüllen kannst, wenn Du Dir eine Praktikumsstelle gesichert hast.

Neben Praktikumsanzeigen in unserem Portal kannst Du unter folgenden Links neben fachbezogenen Suchbegriffen mit den Stichwörtern „internship“ und „work placement“ suchen:

www.careeronestop.org

www.usa.jobs

www.praktikum-usa.org

www.monster.com

www.internweb.com

www.glassdoor.de/index.htm

www.careerbuilder.com

www.statejobs.com

www.juju.com

www.idealist.org

www.getexperience.acs.org

Bitte beachte, dass diese Links zu externen Jobportalen privater Unternehmen führen. Wir übernehmen keine Verantwortung für die Inhalte dieser Seiten. Sehr gerne kannst Du uns von Deinen Erfahrungen bei der Praktikumssuche berichten, insbesondere ob Du einen Link besonders empfehlen kannst oder umgekehrt von der Nutzung abraten würdest.

Hier findest Du Informationen zu US-Unternehmen

Du kannst Dich in den USA auch freiwillig für ein Projekt engagieren. Gerade für Studierende im Bereich soziale Arbeit/ Sozialpädagogik finden sich hier auch Praktika. Es gibt verschiedene gemeinnützige Organisationen, die entsprechende Angebote machen. Auch für diesen Einsatz benötigst Du ein Visum, sobald Dein Freiwilligeneinsatz Einfluss auf den Arbeitsmarkt nimmt (z.B. wenn Du für freie Kost und Logis arbeitest). Neben sozialen Projekten kannst Du Dich z.B. auch für den Umweltschutz engagieren. So kannst Du zum Beispiel freiwillig auf einem Biobauernhof als Erntehelfer tätig sein. Entsprechende Einsätze vermitteln Organisationen wie „Worldwide Opportunities on Organic Farms“ zu niedrigen Preisen. Du musst Dir hier genau überlegen, ob das etwas für Dich ist, weil die Arbeit auf einem Bauernhof hart sein kann. Unbezahlte Freiwilligeneinsätze werden zudem von kommerziellen Agenturen (suche unter dem Stichwort „volunteering und gap year“) gegen Bezahlung vermittelt.

Eine Besonderheit ist hier wie auch beim Einsatz als Praktikant in Schulen, dass die Visumsbestimmungen bzgl. der Arbeit mit Kindern und Pflegebedürftigen nicht ganz eindeutig sind. Sie können so verstanden werden, als ob der direkte Kontakt mit diesen Personengruppen für Praktikanten aus dem Ausland nicht gestattet ist. Du dürftest dann nur in der Verwaltung der jeweiligen Einrichtung arbeiten. Am Einfachsten ist es daher, Du lässt Dich über ein Programm vermitteln, das Dich auch bei Deinem Visumsantrag unterstützt. Viele andere – aber nicht alle! – Visumsvermittlungsorganisationen unterstützen Dich nicht, wenn Du Dir Deinen Platz für die Arbeit mit Kindern oder Pflegebedürftigen selbst suchst.

  • Eine sehr übersichtliche und informative Seite bietet auch Education USA mit Links und Erklärungen zu Besonderheiten beim Visum im sozialen/pädagogischen Bereich.
  • Das Amerikahaus gibt ausführliche Informationen mit jeweils eigenen PDF Dokumenten einschließlich Kontakten zu Organisationen für Volunteering, Farmstay und Camp Counsellor.
  • Hier findest Du Projekte im Bereich Sozialarbeit.
  • Informationen zu Non-Profit Organisationen in den USA findest Du hier .
  • United Neighborhood Houses – soziales Projekt in New York.
  • Datenbank für die Suche nach Praktika und Freiwilligeneinsatz im sozialen Bereich.

Folgende Programme vermitteln Dich als Fremdsprachenassistent/in oder Praktikant/in an Schulen. Es können sich hier Studierende aller Fächer bewerben, wobei Lehramtsstudierende/ Linguisten meist bevorzugt werden.

Prinzipiell wird ein Praktikum in den USA als Lernerfahrung gewertet, weshalb Du nicht automatisch mit einem Gehaltsangebot rechnen kannst. Insbesondere für längere Aufenthalte kannst Du jedoch ein Entgelt oder Unterstützung bei Unterkunft und Lebensunterhalt aushandeln. Dein Erfolg hängt vom Verhandlungsgeschick und der Branche ab, in der Du Dich bewirbst. Unbedingt solltest Du hier Deine Vorerfahrungen einbringen, die Du z.B. auch durch soziales Engagement erworben haben kannst. Hier erhältst Du Informationen zum Mindestlohn.

 

Stipendienprogramme:

  • Ein Praktikum in den USA kann über die von Deiner Uni verwalteten Gelder des DAAD Programms Promos finanziell unterstützt werden. Hier geht es zur Stipendiendatenbank des DAAD.
  • Das Informationsblatt des Amerikahauses bietet eine zusätzliche Liste von Fördermöglichkeiten.
  • Studierende aus technischen und Ingenieursfachbereichen können sich auch auf das Travel Bursary der FISITA bewerben. Dazu musst Du Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure e.V. sein.
  • Für die Finanzierung grenzüberschreitender Forschung und für Auslandspraktika können sich Studierende aus den Bereichen Life Science, Gesundheits- und Agrarwissenschaften auch beim international Fellowship Programme der Bayer-Stiftungen bewerben.
  • AuslandsBAFöG muss mindestens sechs Monate vor der Abreise eingereicht werden – für die USA ist das Studentenwerk Hamburg zuständig. Du kannst gegebenenfalls bedarfserhöhende Leistungen erhalten und solltest daher auch einen Antrag stellen, wenn Du für das InlandsBAFöG knapp unter der Fördergrenze liegst.

Um in den USA zu arbeiten benötigst Du ein gutes Sprachniveau. Anlässlich des Jobinterviews über Skype sowie des Interviews für die Ausstellung Deines Visums wirst Du Deine Kenntnisse praktisch anwenden müssen. Zusätzlich kannst Du Dein Sprachniveau in Deinen Bewerbungsunterlagen auch mit einem Sprachtest nachweisen. Sehr weit verbreitet ist der TOEFL-Test. Da die Testzentren in Bayern stark ausgelastet sind, solltest Du Dich unbedingt einige Monate im Vorhinein anmelden. Alternativ bietet der British Council u.a. auch in München den IELTS-Test an.

 

Bei Deiner Bewerbung musst Du darauf achten, dass diese dem in den USA üblichen Format entspricht. Dein Familienstand und Alter gehören z.B. nicht in den amerikanischen Lebenslauf. Dein Lebenslauf ist:

  • Möglichst nur eine Seite, maximal zwei Seiten lang
  • Ohne komplizierte Schachtelsätze – einfache, kompakte Sprache
  • Geht auf die Stellenbeschreibung ein (oder auf das Tätigkeitsfeld des Unternehmens)
  • Hebt Deine Qualifikationen und Erfahrungen hervor – das gilt ebenso für Dein soziales, kulturelles und sportliches Engagement.

Hole Dir unbedingt Feedback zu Deinem Entwurf bei Deinem International Office! Du kannst Deine Dozenten oder das International Office auch fragen, wenn Du technische Unterstützung bei der Umsetzung eines Skype-Interviews benötigen solltest.

Weitere Informationen findest Du auch auf folgenden Seiten:

  • Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit – bitte hier klicken
  • Mit sehr ausführlichen Tipps zu Bewerbung und Praktikumssuche ist auch die USA Broschüre der Informationsstelle für Praxiserfahrung im Ausland zu empfehlen.

 

Für Praktika wird in der Regel ein J-Visum erteilt, wobei es die Kategorien „Intern“ für Praxiserfahrung während des Studiums (max. 12 Monate möglich) und „Trainee“ für junge Berufstätige mit abgeschlossenem Studium und ein paar Jahren Berufserfahrung gibt (max. 18 Monate möglich). Wichtig für beide Kategorien ist, dass der Praktikumsplatz in Bezug zu Studium bzw. Beruf steht. Das Visum wird über eine autorisierte Austauschorganisation, den sog. „Legal Sponsor“ vermittelt und kann nicht selbst beantragt werden. Die Austauschorganisation prüft, ob die Voraussetzungen für das Visum vorliegen und gibt nur für diesen Fall das Visumsantragsformular DS-2019 aus. Teil der Prüfung ist die Sicherstellung, ob Du ausreichend versichert bist und ob Dein Arbeitgeber Dir ein seriöses Praktikumsangebot macht. Viele Organisationen knüpfen an ihre Services die Verpflichtung, dass Du Dir die erforderlichen Versicherungen über sie vermitteln lässt. Es gibt etwa 100 „Legal Sponsors“.

  • Die Deutsch-Amerikanische Handelskammer New York ist berechtigt zur Vermittlung des J1-Visums.
  • Die meisten amerikanische Hochschulen und einige große Arbeitgeber können in der Regel ein Visum vermitteln, wenn Du Dein Praktikum bei Ihnen absolvierst.
  • Das Informationsblatt des Amerikahauses gibt einen Überblick über weitere Anbieter.
  • Die vollständige Liste der J1-Visa-Sponsors findest Du hier.

Bevor Du Dich für einen Sponsor entscheidest, solltest Du unbedingt das Preis-Leistungsverhältnis vergleichen. Je nachdem liegen die Preise für den Service bei €500-800. Die Sponsoren können Dich auch vor Ort unterstützen z.B. mit Tipps für die Wohnungssuche oder wenn es mal Probleme geben sollte. Im Informationsblatt des Amerikahauses findest Du einen Zeitplan für die Beantragung des Visums, den Du unbedingt berücksichtigen solltest.

  • Beantrage einen internationalen Studentenausweis für etwaige Ermäßigungen.
  • Beantrage den internationalen Führerschein – dieser gilt zusammen mit dem Original.
  • Schriftliche Praktikumsverträge sind in den USA nicht so selbstverständlich wie in Deutschland. Schon aus Gründen des Versicherungsschutzes und der Qualitätssicherung solltest Du einen Vertrag abschließen. Lass Dich hierzu auch von Deinem International Office beraten.
  • Suche Dir vor Ort eine Bank, bei der Du ein „Checking Account“ eröffnest, um dort die Schecks Deines Arbeitgebers einzahlen zu können. Aufgrund der Antiterror-Maßnahmen (Geldwäsche) benötigst Du bei der Eröffnung Beweise für Deine Identität (2 Beweise für Deine Wohnungsadresse in den USA – z.B. Mietvertrag, Stromrechnung mit Deiner US Adresse; Praktikumsvertrag mit US Arbeitgeber; Identifikationsnummer – z.B. Steuernummer, Passnummer).
  • Sehr wichtig – überweise niemals vor Antritt Deiner Reise eine Kaution für eine Unterkunft, die Du noch nicht gesehen hast. Es kann sein, dass die Unterkunft nicht existiert und Du einem Betrüger auf den Leim gegangen bist.

Weiterführende Informationen bieten das Amerikahaus München, die Länderseite des DAAD und die DAAD Abteilung USA.

Hier findest Du eine Zusammenfassung des USA Beitrags ohne Links zum Ausdrucken.

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