Amtssprache:

Tamil, Malaiisch, Chinesisch & Englisch

Hauptstadt:

Singapur (Singapur ist ein Stadtstaat)

Staatsform:

Republik

Einwohneranzahl:

ca. 8,68 Millionen (Stand 2017)

Fläche:

719,1 km2

Klima:

tropisch-feucht (ganzjährig hohe Temperaturen)

Währung:

Singapur-Dollar (SGD)

Gründung:

9. August 1965 unabhängig von Malaysien

Zeitzone:

UTC: +8 Stunden, MEZ: +7 Stunden

Telefonvorwahl:

+65

Obwohl der Inselstaat Singapur klein ist, ist er einer der am höchsten Entwickelten Wirtschaften der Welt. Die am Handel orientierte Marktwirtschaft wurde als die offenste Wirtschaft der Welt eingestuft. Sie ist an fünftletzter Stelle der am Wenigsten korrupten Länder, hat niedrige Steuersätze und hat den dritthöchsten pro Kopf BIP in der Welt, in Bezug auf die Kaufkraftparität. Diese ganzen Eigenschaften kombiniert macht Singapur interessant und spannend für international agierende Unternehmen. Aufgrund seiner strategischen Lage, politischen Stabilität und hochwertigen Infrastruktur ist Singapur eine ausgezeichnete Drehscheibe für Unternehmen, um in einem asiatischen Umfeld weiter zu wachsen.

Bis heute hat Singapur einen Spitzenplatz in der neuesten Rangliste der weltweit investorenfreundlichsten Standorte der „Economist Intelligence Unit“ (EIU) inne und übertraf damit sowohl die Schweiz als auch Hongkong. Die hohe Bevölkerungsdichte und die kleine Landfläche von Singapur schaffen ein qualitativ hochwertiges Geschäftsumfeld. Die Regierung ist bemüht, eine investorenfreundliche Umgebung zu schaffen. Die Maßnahmen, wie u.a. dass Investoren 100% ihres gegründeten Unternehmens besitzen, kommen sowohl dem Investor, als auch dem ständigen wachsenden multilateralen Geschäftsbeziehungen zu gute.

Die Infrastruktur von Singapur ist erstklassig und dient als Wirtschafts- und Logistikzentrum in der Region. Maßgeblich dafür ist der Hafen von Singapur,  welcher zu den drei verkehrsreichsten und größten Containerhafen der Welt gehört und über 120 Länder weltweit verbindet. Ebenso gehört der internationale Flughafen Changi dazu, welcher vier Jahre in Folge zum besten Flughafen der Welt gewählt wurde. Als letztes zählt die MRT (Mass Rapid Train) und LRT (Light Rapid Train) dazu, welche alle Teile der Insel verbindet.

Singapur hat eine sehr sichere Umgebung. Es gelten strenge Standards und strenge Moralvorstellungen. Vergehen werden konsequent verfolgt und bestraft. Vor allem bei Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz wird vehement ggf. bis zur Todesstrafe vorgegangen. Die Haftbedingungen sind sehr streng. Ebenfalls gilt Singapur als der sauberste Stadtstaat Asiens.

Der Lebensstandard in Singapur gilt als der höchste in Asiens mit sehr hohen Lebenshaltungskosten. Mieten sind äußerst teuer und nur wenige Bereiche wie z.B. das Essen in Hawker oder Food Courts sind günstiger als in Deutschland.

Für einen längeren Aufenthalt in Singapur musst Du einige Gesundheitschecks durchführen.

Zeitgleich mit der Suche nach einer Praktikumsstelle in Singapur, solltest du dich über die Visum- und Einreisbedingungen informieren. Singapur stellt hohe Anforderungen an Einreisende, die für einen längeren Zeitraum im Land bleiben wollen. Es wird empfohlen, sich mit längerer Vorlaufzeit um die Praktikumsstelle und das Visum zu kümmern. Nähere Informationen findest Du unter der Rubrik „Visum und Einreisebedingungen“.

Hier findest Du Links für Deine Suche nach Praktika.

Bitte beachte, dass diese Links zu externen Jobportalen teils privater Unternehmen führen. Wir übernehmen keine Verantwortung für die Inhalte dieser Seiten. Sehr gerne kannst Du uns von Deinen Erfahrungen bei der Praktikumssuche berichten, insbesondere ob Du einen Link besonders empfehlen kannst oder umgekehrt von der Nutzung abraten würdest.

Außerdem findst Du über die Homepages einzelner Unternehmen mit Standort in Singapur Praktikumsstellen.

Für die Finanzierung deines Praktikums in Singapur findest du viele hilfreiche Ideen in unseren FAQs. Außerdem steht dir immer dein International Office mit Rat und Tat zur Seite. Oft verfügen die International Offices auch über Mittel z.B. vom DAAD, um dich finanziell zu unterstützen. Hier musst du auf etwaige Bewerbungsfristen achten!

Auch wenn Singapur verschiedene Amtssprachen hat, sind gute Englischkenntnisse für das Praktikum ausreichend. Denn Englisch ist die Verkehrs-/ Verwaltungs- und Handelssprache. Trotzdem wirst du dich am Anfang an das sogenannte „Singlish“ in Singapur erst gewöhnen müssen. Bei diesem „Singlish“ werden bestimmte Worte u.a. aus dem Chinesischen in das Englisch gemischt. Auch wenn du dich erst an diese Aussprache gewöhnen musst, ist eine Verständigung meistens weitgehend möglich.

Für deine Zeit in Singapur wird dir der „Work Holiday Pass“ ausgestellt. Dieser ermöglicht dir sowohl in Singapur zu arbeiten bzw. zu studieren, als auch zu reisen. Mit diesem Visum erhältst du Zugang zu der „Fast Lane“ am Flughafen und kannst ohne Probleme und schnell aus Singapur aus- und einreisen. Dieses Visum wird nur für Staatsangehörige der Länder Australien, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Japan, Neuseeland, Schweiz, Vereinigtes Königreich und USA ausgestellt.

Für das Visum musst du zwischen 18 und 25 Jahre alt sein und bereits länger als drei Monate an einer Hochschule/ Universität immatrikuliert sein. Sowohl als Student als auch als Praktikant musst du für die gesamte Zeit deines Aufenthalts immatrikuliert sein. Das Work Holiday Programm hat eine Kapazität von 2000 Studenten. Dieser Pass berechtigt dich zu einem maximal sechs monatigen Aufenthalt in Singapur. Anschließend kannst du eine Art Touristenvisum für maximal 30 Tage beantragen (30-day Short Term Visit Pass), wenn du dich bis zu deinem Abflug noch weiter in Singapur aufhalten möchtest. In dieser Zeit darfst du allerdings weder studieren noch arbeiten.

In deinem Antrag für das Visum musst du beweisen können, dass dir für die Ankunft, den Aufenthalt und die Abreise genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Wenn du dich frühzeitig um ein Visum bemühst, musst du dich zuvor vergewissern, dass dein geplantes Reisedatum innerhalb der nächsten drei Monate liegt. Der Erste Schritt ist die Antragstellung, die ungefähr drei Wochen dauert. Hierfür musst du online ein Formular ausfüllen, sowie folgende Dokumente bereithalten:

  • Ein Schreiben der Universität mit Angabe von Immatrikulation, Name, Nationalität und Geburtsdatum
  • Eine Kopie der persönlichen Datenseite deines Reisepasses
  • (Für Absolventen) Eine Kopie des Abschlusszeugnisses oder eines Transkriptes
  • (Für Studenten) Eine Kopie des von der Universität ausgestellten Studentenausweises
  • (Für internationale Studenten in Deutschland) Eine Kopie deines Studentenvisums

Wenn die Dokumente deiner Universität nicht auf Englisch sind, musst du eine Kopie des Originaldokuments und eine von der Universität zertifizierte offizielle englische Übersetzung einreichen.

Das online-Formular als auch diese Dokumente gehen an das Ministry of Manpower. Nach Genehmigung deiner Bewerbung erhältst du innerhalb von drei Wochen eine E-Mail mit dem „in-principle approval“ Brief. Diesen musst du ausdrucken und bei deiner Einreise in Singapur vorzeigen.

Je nach Unternehmen erhältst du eine Kontaktperson, die dir eine E-Mail mit einem Termin für das Ministry of Manpower mitteilt. Manchmal musst du selbst auf der Homepage einen Termin ausmachen. Informiere dich, wie es bei dir ablaufen wird. Bei dem Termin erhältst du deinen Work and Holiday Pass. Der Pass muss innerhalb von drei Monaten, nach Erhalt des „in-principle approval letters“ abgeholt werden. Deshalb ist es so wichtig, die Bewerbung nicht zu früh loszuschicken. Bei Abholung des Passes musst du 150 SGD bezahlen.

Für Studenten die den Anforderungen, wie z.B. dem Alter, nicht entsprechen gibt es andere Möglichkeiten und andere Visa.

Weitere Informationen findest du auf der Seite des Work Holiday Programms.

Was solltest du für Singapur mitnehmen? In Singapur gibt es in vielen Wohnungen Kalt-Waschmaschinen. Diese verfärben weiße Kleidung, wie z.B. weiße Blusen/Hemden gelblich. Außerdem kann die Wäsche in diesen Maschinen leiden. Aus diesem Gesichtspunkt ist es empfehlenswert nicht die beste Kleidung einzupacken. Wenn du für deine Praktikantentätigkeit gut gekleidet sein musst, solltest du die Waschmaschine ggf. vorher testen.

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit (auch in den Räumen), können Lederschuhe schimmeln. Also auch hier nach Möglichkeit nicht die edelsten Schuhe mitnehmen.

An sich ist Singapur, für asiatische Verhältnisse, sehr westlich. Du kann fast alles kaufen was du benötigst. Aufgrund der erhöhten Preise ist es empfehlenswert, ein paar Kosmetikartikel (v.a. für Frauen) mit zu nehmen und auch eine kleine Reiseapotheke dabei zu haben. Bei der Reiseapotheke ist wichtig, kein Aspirin (oder andere Blutverdünner) mit zu nehmen. Denn dieses hat Inhaltsstoffe, die bestimmte tropische Krankheiten verschlimmern können. Ebenfalls hat Singapur eine Liste an Medikamenten, die nicht eingeführt werden dürfen (siehe hierzu die Website der Health Sciences Authority Singapur).

Die Wohnungen in Singapur sind teurer als in Deutschland. Ebenfalls ist es normal, mit Familien zusammen zu wohnen. Einzimmerwohnungen sind unbezahlbar. Eigentlich wohnt jeder in einer Wohngemeinschaft. Für die Wohnungssuche ist es empfehlenswert, eine Woche vor Beginn des Praktikums/ des Studiums anzureisen. Bitte beachte, dass Fotos der Unterkunft über die Realität täuschen können, und dass die zugesagte Wohnung doch bereits vergeben wurde. Denn der Vermieter hat keine Garantie, dass du wirklich in die Wohnung einziehst. Die Kaution beträgt meistens eine Monatsmiete. Du solltest unter keinen Umständen die Kaution schon aus Deutschland überweisen, ohne die Wohnung vorher gesehen zu haben. Zumindest in Deutschland sind schon viele ausländische Studierende Betrügern auf den Leim gegangen, die für nicht existente Wohnungen Kautionen eingestrichen haben.
Es gibt zwei verschiedene Hausarten. Die „HDB‘s“ sind billiger und eine Art Sozialwohnungsbau aber meistens schöner und größer als in Deutschland. „Condo’s“ sind teurer und bieten dafür Security, Pool, Gym und andere Annehmlichkeiten.

An eine Auslandskrankenversicherung solltest du für die Zeit im Ausland ebenfalls denken.

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